Neuigkeiten vom TriTeam TSG Sprockhövel

                                                                      

Erlebnis Mauerweglauf

Laufen gegen das Vergessen! Der Mauerweglauf ist ein 100 Meilen-Lauf, den man als Einzelläufer/in und als Staffel laufen kann. Er führt, den Verlauf der ehemaligen Mauer nachzeichnend, rund um das ehemalige West-Berlin.
Nach der Ankunft treffe ich meine drei Mitläufer und gehen wir zur Pastaparty und anschließend zum Briefing. Dort erhalten wir von dem Gesamtorganisator Hajo Palm und dem Rennarzt Carsten Bölke noch wertvolle Tipps u. a. in Bezug auf die Markierung der Strecke und das Verhalten im medizinischen Notfall.
Am nächsten Morgen beginnt der Tag sehr früh, um 6:00 Uhr schicke ich meinen Mann als Einzelläufer auf die Strecke. Ich melde mich gleich in der Küche, um hier als Helferin für die Startläufer der Staffeln und die Helfer zu sorgen. Auch die Helfer/innen werden am Ende Unglaubliches gleistet und ihren persönlichen Ultra erlebt haben! Am Brandenburger Tor, das dieses Jahr erstmalig durchlaufen werden kann, müssen die Läufer eine Mauer "weglaufen". Jeder nimmt von der dort aufgebauten Mauer einen Ziegel mit und trägt ihn durch das Brandenburger Tor. Auch diese Aktion soll Zeichen gegen das Vergessen setzen.
Gegen Abend mache ich mich auf den Weg zum Wechselpunkt beim Ruderclub Oberhavel in Henningsdorf. Dort werden die Schlussläufer, zu denen ich gehöre, in den Lauf einsteigen und die letzten 34 km bis zum Ziel laufen. Ich treffe HaWe Rehers, einen sehr erfahrenen Ultraläufer, der bei allen bisherigen Auflagen dieses außergewöhnlichen Laufes dabei war und im nächsten Jahr seinen 70. Geburtstag feiert. Aus diesem Grund hat er den Entschluss gefasst, dass er dieses Jahr letztmalig dabei ist.
Jetzt ist auch Roland da, der mir den Zeitnahme-Chip übergibt und mich mit den besten Wünschen für einen guten Lauf auf die Strecke schickt. Ich laufe los, hinein in eine tiefschwarze Nacht. Hin und wieder sieht man Signalwesten und die Stirnlampen anderer Läufer/innen. Die Helfer/innen an den Verpflegungsposten sind total nett und aufmerksam, obwohl es ja auch für sie bereits eine lange Nacht war.
Ich laufe weiter, eine ganze Weile durch Wald und Natur und komme dann irgendwann wieder in die Stadt. Kurz vor dem Ziel überholt mich ein Einzelläufer und gratuliert mir schon zu meiner tollen Leistung. Ich wundere und freue mich gleichzeitig! Dann bin ich wieder am Stadion angelangt und Simone und Ralf warten auf mich, damit wir gemeinsam die Stadionrunde bis ins Ziel laufen können. Roland kann leider nicht dabei sein. Sein Wecker war nicht laut genug! Wir freuen uns über das Finish, das tolle Finisher-Shirt und ein kühles Erdinger zur Belohnung.


Mittags ist die Siegerehrung. Hajo Palm, der Gesamtorganisator, dankt in seiner Rede den Unterstützern der Veranstaltung und auch den Helfern/innen an der Strecke und im Stadion. Es gibt einen tosenden Applaus der Teilnehmer und ich habe eine dicke Gänsehaut! Wir bekommen unsere Medaillen und die Urkunden von einem Vertreter der Stadt Teltow überreicht. Die Stadt Teltow ist besonders engagiert in diesem Lauf und das Maueropfer, dem in diesem Jahr besonders gedacht wird, kommt aus Teltow. Es ist Karl-Heinz Kube, der als 17jähriger bei einem Fluchtversuch sein Leben gelassen hat.
Dann beginnt die Siegerehrung der Einzelläufer und Rainer Eppelmann, der ehemalige DDR-Bürgerrechtler und Schirmherr der Veranstaltung spricht eindringliche Worte gegen das Vergessen dieses Teils der deutschen Geschichte. Neben einigen anderen Offiziellen wie den Innensenator für Sport der Stadt Berlin, ist auch Karin Gueffroy anwesend. Sie wird als Mutter des letzten erschossenen Maueropfers Chris Gueffroy und Mutter des Mauerweglaufs vorgestellt. Chris Gueffroy hatte in der Annahme der Schießbefehl sei aufgehoben, im Jahr 1989 kurz vor der Öffnung der Mauer sein Leben bei einem Fluchtversuch verloren. Chris Gueffroy ist beim 2. Mauerweglauf geehrt worden und seitdem ist seine Mutter immer bei der Siegerehrung dabei, um den Läufern/innen Medaillen und Urkunden zu überreichen. So geht ein tief unter die Haut gehendes Wochenende in Berlin zu Ende und ich weiß, dass ich hier gerne wieder hinkommen würde.

Iris

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